Greifen einfach einfach Im Handumdrehen zur Pick & Place Anwendung mit GRIPKIT


Mit sei­nen GRIP­KITs bie­tet Weiss Robotics eine leis­tungs­fä­hi­ge Greif­lö­sung an, wel­che die indus­trie­be­währ­ten Greif­mo­du­le des Lud­wigs­bur­ger Greif­spe­zia­lis­ten naht­los in die Robo­ter­ar­me des däni­schen Her­stel­lers Uni­ver­sal Robots inte­griert. Wie kam es zu die­ser Ent­wick­lung und was ist die Beson­der­heit an GRIPKIT?

Die Inte­gra­ti­on von Greif­mo­du­len in Robo­ter­sys­te­me gestal­tet sich oft kom­pli­ziert und lang­wie­rig. Lässt sich die Befes­ti­gung am Flansch meist noch mit­tels einer ein­fach zu kon­stru­ie­ren­den Adap­ter­plat­te machen, sieht sich der Anwen­der gera­de bei der elek­tri­schen und steue­rungs­sei­ti­gen Inte­gra­ti­on mit vie­len offe­nen Fra­gen kon­fron­tiert: Passt die Schnitt­stel­le des Greif­mo­duls zu den Mög­lich­kei­ten der Robo­ter­steue­rung? Ist eine elek­tri­sche Anbin­dung vor­ne am Hand­ge­lenk mög­lich oder müs­sen die Anschluss­lei­tun­gen am Arm ent­lang ver­legt wer­den? Wer­den zusätz­li­che Bus­kopp­ler benö­tigt oder muss gar eine SPS vor­ge­schal­tet wer­den? Wie lässt sich die Schnitt­stel­le aus dem Robo­ter­pro­gramm her­aus anspre­chen? Gibt es Bei­spiel­pro­gram­me usw.

Der Weg zur fer­ti­gen Anwen­dung gestal­tet sich damit zeit­auf­wen­dig und teu­er. Oft ist sie nur noch mit Hil­fe eines Inte­gra­ti­ons­part­ners zu rea­li­sie­ren. „Unse­re Kun­den fra­gen ver­stärkt nach schlüs­sel­fer­ti­gen Inte­gra­ti­ons­lö­sun­gen auf Basis unse­rer Pro­duk­te“, erläu­tert Dr. Kars­ten Weiß, Geschäfts­füh­rer des Lud­wigs­bur­ger Grei­fer­spe­zia­lis­ten. „Da unse­re Greif­mo­du­le bereits alle erfor­der­li­chen Schnitt­stel­len mit­brin­gen, lag für uns die Ent­wick­lung einer All-in-One Greif­lö­sung natür­lich nahe.“

Die Greif­lö­sung für Uni­ver­sal Robots

Für ihr Debut ent­schie­den sich die Inge­nieu­re von Weiss Robotics zur Inte­gra­ti­on in die Robo­ter­ar­me des däni­schen Her­stel­lers Uni­ver­sal Robots. „Wich­tig war uns von Anfang an eine mög­lichst naht­lo­se Inte­gra­ti­on in die Steue­rungs­soft­ware von Uni­ver­sal Robots“ erin­nert sich Juli­an Schill, Soft­ware­in­ge­nieur und Pro­jekt­lei­ter GRIPKIT bei Weiss Robotics. „UR bie­tet als einer der weni­gen Her­stel­ler eine sehr umfang­rei­che Pro­gram­mier­schnitt­stel­le, um Plug­ins für die Anbin­dung eige­ner Pro­duk­te zu ent­wi­ckeln“.

Mit GRIPKIT ist nun eine umfas­sen­de Greif­lö­sung ent­stan­den, die nicht nur ein­fach zu inte­grie­ren und zu bedie­nen ist, son­dern sich auch gleich­zei­tig durch Robust­heit und Lang­le­big­keit aus­zeich­net. Ins­ge­samt exis­tie­ren der­zeit fünf Vari­an­ten von GRIPKIT, die ein brei­tes Anwen­dungs­spek­trum abde­cken. GRIPKIT ent­hält dabei alle Kom­po­nen­ten, die für eine ein­fa­che und schnel­le Rea­li­sie­rung einer Greif­an­wen­dung mit Uni­ver­sal Robots benö­tigt wer­den. Ange­fan­gen beim Flan­sch­ad­ap­ter und dem pas­sen­den Schnitt­stel­len­wand­ler befin­den sich im Lie­fer­um­fang auch die not­wen­di­gen Kabel, pas­sen­des Befes­ti­gungs­ma­te­ri­al sowie ein USB-Stick mit Doku­men­ta­ti­on und Bei­spiel­pro­gram­men. So lässt sich das Greif­mo­dul im Hand­um­dre­hen am Robo­ter­arm mon­tie­ren und in kür­zes­ter Zeit in Betrieb neh­men. Damit wird GRIPKIT zur ech­ten Plug-and-Work Lösung.

Bei GRIPKIT werden die Griffe direkt über das Bedienpanel des Roboters programmiert.

Bei GRIPKIT wer­den die Grif­fe direkt über das Bedien­pa­nel des Robo­ters pro­gram­miert.

Alles aus einem Guss

Für die steue­rungs­sei­ti­ge Inte­gra­ti­on genügt es, vom mit­ge­lie­fer­ten USB-Stick das URCaps-Plug­in auf dem Robo­ter zu instal­lie­ren. Dadurch wird die Robo­ter­steue­rung um Greif­be­feh­le erwei­tert, die wie bei Uni­ver­sal Robots üblich direkt über das Bedien­pa­nel gra­fisch in den Pro­gramm­fluss des Robo­ter­pro­gramms inte­griert wer­den kön­nen.
„Durch die intui­tiv bedien­ba­re Ober­flä­che wird die Ein­ar­bei­tungs­zeit auf ein Mini­mum redu­ziert. Die Anwen­dung kann so viel schnel­ler als bis­her beim Kun­den im Pro­duk­tiv­be­trieb ein­ge­setzt wer­den“, erklärt Sales Mana­ger Micha­el Bür­ger, ver­ant­wort­lich für den Bereich GRIPKIT bei Weiss Robotics.
Ent­spre­chend den Anfor­de­run­gen der Appli­ka­ti­on hat der Anwen­der die Wahl zwi­schen elek­tro­pneu­ma­ti­schen und ser­vo­elek­trisch arbei­ten­den Greif­mo­du­len mit unter­schied­li­chen Hüben und Greif­kräf­ten.

Ser­vo­elek­trisch und pneu­ma­tisch

Das ser­vo­elek­tri­sche GRIPKIT-E basiert auf dem IEG Greif­mo­dul mit sen­sor­lo­ser Greif­kraft­re­ge­lung und ist in zwei Bau­grö­ßen mit 7,5 bis 30 N und 50 bis 200 N Greif­kraft ver­füg­bar. Damit eig­net es sich beson­ders für Anwen­dun­gen, bei denen Greif­kräf­te fein­füh­lig und fle­xi­bel ein­ge­stellt wer­den und die Greif­fin­ger pro­zess­be­dingt vor­po­si­tio­niert wer­den müs­sen, so zum Bei­spiel bei der Hand­ha­bung von emp­find­li­chen Elek­tro­nik­kom­po­nen­ten oder in der Sen­sor­pro­duk­ti­on.

Für Anwen­dun­gen, die hohe Dyna­mik und Greif­kraft erfor­dern, bie­tet sich der Ein­satz des GRIPKIT-P an. Hier kom­men die smar­ten elek­tro­pneu­ma­ti­schen RPG Greif­mo­du­le zum Ein­satz. Die­se paten­tier­te Grei­fer­bau­rei­he von Weiss Robotics ver­fügt über eine voll­stän­dig inte­grier­te Ven­til­tech­nik mit Posi­ti­ons­sen­so­rik und Greif­steue­rung. Durch den Weg­fall der sonst not­wen­di­gen exter­nen Nähe­rungs­schal­ter ergibt sich eine mini­ma­le Stör­kon­tur, was die Zugäng­lich­keit zum Pro­zess wesent­lich ver­bes­sert. Zudem erfül­len die Greif­mo­du­le seri­en­mä­ßig die Schutz­art IP54K und eig­nen sich daher ins­be­son­de­re auch zur Maschi­nen­be­la­dung.

Ob ser­vo­elek­trisch oder elek­tro­pneu­ma­tisch: Alle Greif­mo­du­le von Weiss Robotics ver­fü­gen über eine inte­grier­te Greifteiler­ken­nung und –über­wa­chung. Damit ist für eine pro­zess­si­che­re Hand­ha­bung kei­ne zusätz­li­che Sen­so­rik am Greif­mo­dul mehr not­wen­dig. Die kon­ti­nu­ier­li­che Werk­stück­über­wa­chung stellt sicher, dass ein Tei­le­ver­lust wäh­rend der Hand­ha­bung sofort erkannt wird. Um ver­schie­de­ne Werk­stü­cke zuver­läs­sig zu grei­fen, kön­nen bei GRIPKIT unter­schied­li­che Grif­fe ein­ge­lernt wer­den. Beson­ders kom­for­ta­bel geht dies über den inte­grier­ten Teach-Assis­ten­ten, mit dem die Greif­pa­ra­me­ter direkt am Werk­stück abge­nom­men wer­den kön­nen.

GRIPKIT unterstützt auch den Betrieb von mehreren Greifern an einem Roboter

GRIPKIT unter­stützt auch den Betrieb von meh­re­ren Grei­fern an einem Robo­ter

Viel­sei­tig ein­setz­ba­re Lösung

Auch das Batch-Hand­ling mit meh­re­ren Grei­fern ist mit GRIPKIT kein Pro­blem: Pro Robo­ter­arm kön­nen bis zu acht ver­schie­de­ne Greif­mo­du­le inte­griert wer­den. Da alle GRIP­KITs über ein- und das­sel­be Soft­ware-Plug­in ange­steu­ert wer­den, sind auch Kom­bi­na­tio­nen unter­schied­li­cher Greif­mo­du­le mög­lich, z. B. meh­re­re Bau­grö­ßen oder ein Mix aus elek­tro­pneu­ma­ti­schen und ser­vo­elek­tri­schen Greif­mo­du­len an einem Robo­ter­arm.

Noch schnel­ler wird der Weg zur fer­ti­gen Greif­an­wen­dung durch den neu­en modu­la­ren Fin­ger­bau­kas­ten, mit dem anwen­dungs­spe­zi­fi­sche Greif­fin­ger aus Stan­dard­ele­men­ten zusam­men­ge­baut wer­den kön­nen. Dies ist gera­de bei fle­xi­blen Anwen­dun­gen, bei denen sich das Werk­stück öfters ändert, inter­es­sant. Hier kön­nen die Fin­ger schnell auf das neue Werk­stück umge­baut wer­den, ohne dass dazu wie bis­her ein neu­er Fin­ger spe­zi­ell ange­fer­tigt wer­den muss.

GRIPKIT hat sich seit sei­ner Markt­ein­füh­rung im Früh­jahr 2017 bereits in zahl­rei­chen Anwen­dun­gen über den gan­zen Glo­bus bewährt. „Die Viel­sei­tig­keit und die schnel­le Inte­gra­ti­on kom­men bei unse­ren Kun­den beson­ders gut an“, berich­tet Micha­el Bür­ger, „GRIPKIT ermög­licht dem Anwen­der, in kür­zes­ter Zeit eine zuver­läs­si­ge Auto­ma­ti­ons­an­wen­dung zu erstel­len, ohne jedes Mal bei Adam und Eva begin­nen zu müs­sen. Das spart Zeit und Kos­ten. Egal ob es um Maschi­nen­be­la­dung geht oder die Hand­ha­bung fili­gra­ner opti­scher Bau­tei­le – GRIPKIT erfüllt die Anfor­de­run­gen unse­rer Kun­den mit Bra­vour.“

Maschinenbeladung mit dem wasserdichten GRIPKIT-PZ1

Maschi­nen­be­la­dung mit dem was­ser­dich­ten GRIPKIT-PZ1